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Bürotaugliche Websites

Viele Informationsangebote werden während der Arbeitszeit genutzt: Oft wird im Internet in einer kurzen Pause eine bestimmte Information per Suchmaschine gesucht oder eine Seite die per eMail empfohlen wurde wird während der Mittagspause angesehen.

Viele Arbeitgeber lassen die Nutzung der Internetanbindung durch ihre Mitarbeiter zu oder dulden zumindest in den Pausen stillschweigend eine private Nutzung der Firmeneigenen Internet-Anbindung. In Deutschland werden heute in der Zeit von 8:00 bis 18:00h wahrscheinlich mehr Webseiten vom Arbeitsplatz aus aufgerufen als vom heimischen PC. Gute Links werden im Büro schnell per Mail weiter verbreitet. Die Arbeitszeit bietet also einiges Potential für Zugriffe auf Ihre Website.

Die Nutzung des Internets am Arbeitsplatz ist für den Arbeitnehmer, selbst wenn der Arbeitgeber es duldet, eine Grauzone. Privates Surfen im Büro wird vom Arbeitnehmer meist als verboten oder potentiell gefährlich empfunden. Die Inhalte werden zumindest in großen Firmen über Proxies gefiltert und geloggt, aufgerufene Seiten sind weitgehend nachvollziehbar und der Kollege nebenan bekommt ohnehin mit was gerade angesehen wird.

Will man den Büro-Surfer als treuen Besucher gewinnen, sind andere Inhalte und Medien gefragt als bei einem Freizeit-Surfer am privaten PC. Insbesondere sind einige Regeln zu beachten, wenn man den Büro-Surfer nicht sofort wieder verscheuchen will.

Webwasher und Proxies

Um das Firmen-Netzwerk zu schützen werden auch bei kleinen und mittleren Firmennetzwerken bereits Proxis eingesetzt, die die Zugriffe auf das Internet nach verschiedenen Kriterien filtern.

Bekannte "Schmuddeladressen" werden über URL-Filterlisten und Wortfilter ausgeschaltet. Es reicht bereits aus wenn eine URL suspekte Begriffe oder Wortteile enthält, um den Proxie zu einer Sperrung zu veranlassen. Statt Bildern oder der Zielseite werden dem Benutzer dann sehr deutliche Fehlerseiten angezeigt. Eine derartige Warnmeldung prägt sich beim Bürosurfer ein - er wird diese Adresse nicht nochmal aufsuchen.

Die Wortfilter sperren neben den bekannten Adult-Keywords auch Wörter wie "Fußball", "Weltmeisterschaft" und weitere Begriffe aus dem Sport. Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 sorgten diese Filter dafür daß ein großer Teil der Nachrichtenseiten nicht erreichbar waren. Gleiches gilt oft für Bildergalerien, Boulevard und Unterhaltung.

Um diesen Wortfiltern auszuweichen sollten die Begriffe möglichst nicht in der URL vertreten sein. Leider entfällt damit auch weitgehend die Suchmaschinenoptimierung auf diese Keywords in der URL.

Das Filterverhalten wird regelmäßig angepaßt, so daß keine Keyword-Listen zur Optimierung verfügbar sind. Eine Grundregel sollte sein, daß keine Adult-Keywords in der URL von bürotauglichen Sites auftauchen dürfen, der Rest ist Erfahrung.

Bürotaugliche Inhalte ohne Sound!

Wer schon von einer volltönenden Werbung verfolgt wurde, der wird den folgenden Hinweis bereits kennen: Eine bürotaugliche Website sollte keine Banner- oder Videoclips einsetzen die ohne Benutzeraktion den Lautsprecher nutzen.

Es gibt nichts peinlicheres als im Büro eine oft genutzte Informationsseite aufzurufen und von einem röhrenden Rocksound oder einem schreienden Kind begrüßt zu werden. Der Besucher lernt schnell: Als erstes Ton aus und als zweites diese Seite auf die schwarze Liste setzen.

Fast noch schlimmer ist Werbung, bei der die Tonausgabe erst später einsetzt. Ein im Hintergrund vergessenes Browserfenster oder Pop-Under beginnt möglicherweise erst nach einer Wartezeit durch Geräusche auf sich aufmerksam zu machen. Die Suche nach dem Geräusch ist für den Werbetreibenden von Vorteil, für den Bürosurfer aber im besten Fall peinlich.

Achten sie bei Ihren eigenen Inhalten und vor allem bei der Auswahl der Werbung auf die Tonausgabe. Vermeiden Sie Video-Clips und Flash, wenn nicht sichergestellt ist daß der Ton erstmal aus bleibt.


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