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Die richtige Farbtiefe für Dokumente

Beim Scannen stehen Ihnen bei den meisten Scannern 3 unterschiedliche Farbtiefen ohne Konvertierung durch den TWAIN oder ISIS-Treiber zur Verfügung:

FarbtiefeDarstellungDatenmenge für eine Seite Din A4
1 Bit Schwarz und Weiß1,07 MByte
8 Bit256 Graustufen8,54 MByte
24 Bit RGB-Farbe, Echtfarben für Bildschirmdarstellung25,61 MByte

Die Tabelle bezieht sich auf eine Auflösung von 300 dpi und damit auf ein Bild von 2551 x 3508 Pixel. Die Datenmenge entsteht, wenn ein Bild ohne Komprimierung zur Verarbeitung im Hauptspeicher eines PC oder zur Anzeige in der Grafikkarte gehandhabt wird. Diese Größe wirkt sich auf die Bearbeitungszeit beim Scannen, Komprimieren, Speichern und bei der Anzeige im Viewer aus.

Auswirkungen der Farbtiefe auf die Darstellung

Um Ihnen die Auswirkungen auf die Bildqualität zu zeigen, habe ich hier einen Ausschnitt aus einer Computerzeitschrift mit 300 dpi eingescannt. Durch die Auflösung des Bildschirms mit 72 bis 120dpi sind die Bilder gegenüber dem Original in etwa um den Faktor 3 vergrößert:

Schwarz/Weiß-Scan mit 1 Bit Farbtiefe

Bei 1 Bit Farbtiefe sind die farbigen Symbolbilder nur teilweise sichtbar, ähnlich werden sich kleine Schriftarten für die Fußzeilen von Kopfbögen verhalten. Der Text ist gut lesbar, aber es sind deutliche Treppen und ausgebrochene Linien vorhanden. Der Ausdruck weicht gegenüber dem Original sichtbar ab.

Graustufen-Scan: 8 Bit Farbtiefe

Die Darstellung in Graustufen verbessert die Lesbarkeit, durch Auffüllen der Treppen mit helleren Pixeln entsteht ein glattes Schriftbild. Alle Elemente des Ausschnitts sind zu erkennen, auch bei den Symbolen gehen keine Informationen mehr verloren. Beim Ausdruck erhalten Sie annähernd die originale Darstellung.

RGB-Scan: 24 Bit Farbtiefe

Bei 24 Bit Farbtiefe entsprechen Farben der Symbole dem Original, aber die Darstellung der schwarzen Textteile wirkt blass. Mit der Anpassung des Gamma-Wertes im Scannertreibers kann man die Aufhellung der schwarzen Flächen vermeiden, gleichzeitig ändert sich aber auch die Farbintensität. Ein Ausdruck wird in jedem Fall die Farben verfälschen.

Die optimale Farbtiefe für Dokumente

Beim Scannen in Farbe sorgen ca. 25 Megabyte Rohdaten pro DIN A4-Seite zu Verarbeitungszeiten, die auch bei leistungsfähiger Hardware als störend empfunden werden und die Kosten deutlich in die Höhe treiben. Vermeiden Sie unbedingt 24 bit Farbe beim Scannen von Dokumenten.

Für das DMS eignen sich die Farbtiefen 1 Bit und 8 Bit deutlich besser. Geschäftskorrespondenz ist auch heute mehrheitlich schwarz/weiß, die Mehrkosten für das Scannen von farbigen Logos sind nicht zu begründen.

Graustufen verbessern die Qualität und Lesbarkeit der Darstellung enorm, bringen jedoch die 8 fache Datenmenge für die Verarbeitung und Anzeige mit sich. Sie werden auf der nächsten Seite sehen, daß es auch eine günstigere Möglichkeit gibt die Qualität der Darstellung zu steigern. Bis hierhin bietet jedoch die Graustufendarstellung die beste Qualität.


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