Der patentierte Google Pagerank stellt eine Bewertung der Seite nach einer Vielzahl von Kriterien dar. Der Pagerank wird von der Suchmaschine genutzt um in den Suchergebnissen die jeweils relvantesten und vertauenwürdigsten Websites zu ermitteln. Google bildet den Pagerank für jede einzelne Seite die in den Google Suchindex aufgenommen wird. Die Zahlen von 0 bis 10 zeigen nur den groben Rahmen, intern wird mit vielen Nachkommastellen gerechnet.
Der Pagerank ist nach außen nur noch schlecht sichtbar. Es ist davon auszugehen, daß der Pagerank-Update im April 2007 die letzte sichtbare Aktualisierung der Pagerank-Quellen für Toolbar und externe Tools war. Alle sichtbaren Pagerank-Werte dürften im Moment diesen veralteten Stand haben.
Die Bewertung geht weit über die Methoden einer einfachen Volltextsuche hinaus: Eine Volltextsuche würde lediglich die Anzahl der gesuchten Schlüsselwörter ermitteln und anhand der Keywortdichte die Relevanz für die Suche ermitteln. Im Google Pagerank stecken neben der sematische Gewichtung der Inhalte auch die Vernetzung durch Verweise anderer vertrauenswürdiger Websites. Ähnlich wie ein Mensch ein Buch nach seinem Aussehen, Empfehlungen und der Qualität der Ausführung bewertet versucht Google eine ähnliche elektronische Wertung im Pagerank zu erfassen.
Eine Besonderkeit ist der Pagerank für die Domäne bzw. für die Url "http://meinedomäne.de/". Hier bestimmt die Umleitung der Domäne auf eine bestimmte Seite im Hauptverzeichnis eine Homepage, der Pagerank wird hier jedoch für die Url des Verzeichnisses ermittelt und nicht für die Seite. Wenn jemand allgemein vom Pagerank seiner Website spricht, dann ist meistens dieser Domänen-Pagerank gemeint.
Google ermittelt den Pagerank mit unregelmäßigen Updates des gesamten Suchindices und ändert öfters die Algorythmen. Verbesserungen am Umfeld oder an einer Seite führen daher nicht sofort zu sichtbaren Änderungen und der Pagerank schwankt je nach aktuellem Algorythmus.
In amerikanischen SEO-Foren wurden bereits mehr als 100 Faktoren für die Bildung des Pagerank ausgemacht. Einige beziehen sich auf den Inhalt und den Aufbau der Seite, viele werden jedoch von der Vernetzung und Interaktion mit anderen Webseiten gebildet. Eine gut verlinkte Seite kann einen hohen Pagerank aufbauen, aber auch eine schlechter verlinkte, umfangreiche Webpräsenz mit einer sauberen On-Page-Optimierung kann bereits einen recht hohen Pagerank erzielen.
Es werden immer wieder fertige Domänen mit hohen Pagerank zum Kauf angeboten. Solche Angebote haben zwei Aspekte: Einerseits deutet der hohe Pagerank darauf hin, daß die Domäne "unbelastet" von Verstößen gegen Googles Regeln oder eine mißbräuchliche Nutzung ins Rennen geht, andererseits ist dieser Ruhm vergänglich.
Da der sichtbare Pangerank seit April 2007 nicht mehr aktualisiert wird, ist der Google Pagerank beim Kauf von Links mittlerweile nebensächlich. Achten Sie lieber auf andere Zeichen wie Traffikzahlen und Referrer-Auswertungen. Der Pagerank war auch schon vorher keine gute Handelsware.
Seiten mit hohem Pagerank weisen meist eine gute Verlinkung mit anderen Seiten auf und wurden für bestimmte Schlüsselwörter optimiert. Wird ein vollständiges Projekt mit allen Inhalten verkauft, bleibt der Pagerank meist auch nach dem Wechsel des Besitzers erhalten. Es kommt in der Folge darauf an, wie der neue Besitzer das Projekt weiterführt.
Manchmal wird der PR künstlich durch Linknetzwerke gesteigert. Der Käufer kann sich dann kurzfristig ohne die Inbound-Links wiederfinden, wenn der Vorbesitzer die nächste Domäne zum Verkauf aufbaut. Wird der Inhalt ausgetauscht und der neue Besitzer stellt sich bei der On-Page-Optimierung nicht sonderlich geschickt an, ist der PR genau so schnell dahin. Werden die Inhalte nicht mit der Domäne übergeben wird der nächste Pagerank-Update spannend: Die Chancen stehen gut, daß der PR wieder bei Null ankommt.