Neben anderen Kriterien ist einer der Hauptfaktoren für den Pagerank die Verlinkung mit anderen Webseiten. Qualitäts-Links von anderen Domänen verbessern den Pagerank: Die Seiten geben einen kleinen Teil Ihres eigenen guten Rufs an die verlinkte Seite ab. Je mehr externe Seiten auf die eigene Seite verlinken, um so mehr steigert sich der eigene "Ruf" der Seite und der Pagerank wird erhöht.
In den Inhalt eingebettete Links enthalten meist einen Bezug zum Inhalt. Oft werden vom Autor auf diese Weise Quellen oder weitergehende Dokumentationen genannt. Der verlinkte Text enthält Schlüsselwörter die der Zielseite zugeordnet werden und die Relevanz des Links erhöhen. Diese Linkart ist für die Bildung des Pagerank besonders wertvoll und zielt meist nicht auf die Domäne sondern als Deep-Link mitten in die Inhaltsseiten einer Website.
Auch wenn die verlinkende Seite etwas von Ihrem Pagerank an das Linkziel abgibt, führen solche Links nicht unbedingt zu einer schlechteren Bewertung oder einem Abfluß des Pagerank. Der Verweis auf eine thematisch relevante Seite kann der verlinkenden Seite den Status eines Hubs (Verteilerseite) einbringen und die Relevanz des eigenen Inhaltes erhöhen.
Viele Webmaster möchten gerne die Links auf die Homepage Ihres Projektes bekommen um die Startseite aufzuwerten und die Besucher und den Pagerank auf die Startseite zu kanalisieren. Die Startseite soll der Haupteingang und Portal für die Benutzer werden und sozusagen einen goldenen Rand bekommen.
Oft ist dieses Linkverhalten für die Suchmaschinenplazierung eher schädlich: Die Startseiten sind oft ein Sammelsurium aus "Hallo!" und Ausschnitten von Artikeln mit weiteren Verweisen. Ein durchgängiges Thema haben solchen Seiten meistens nicht, sie dienen eher als Anschlagbrett für wiederkehrende Besucher. Für Suchmaschinen sind solche Seiten uninteressant: Die Vermischung der Inhalte schadet den eigentlichen Themen und überlagert die Relevanz einzelner Schlüsselworte (keywords).
Deep-Links auf themenbezogene Inhalte haben den gegenteiligen Effekt: Die Seiten sind meist auf bestimmte Keywords optimiert und steigern durch den externen Link Ihre Relevanz. Für den Pagerank und damit den Wert der Domäne zählt dieser Link trotzdem, auch wenn die Startseite am Ende nicht mehr die Seite mit dem höchsten Pagerank ist.
Deep-Links stellen den Webmaster einer geframten Seite aber vor ein Problem: Ein Frame-Layout besteht meist aus einem oder mehreren Frames für die Navigation und einem Frame für den Inhalt. Ein Deep-Link auf die Inhaltsseite ruft die Seite ohne umgebendes Frameset auf, früher auch eine beliebte Methode für Content-Klau. Der Besucher kommt zwar auf die Inhaltsseite, hat im günstigsten Fall aber keine Navigation zur Verfügung und kann nicht auf die Startseite des Angebotes gelangen.
Frame-Layouts sind deshalb beim SEO verpönt. Optimierte Seiten werden heute im Single Frame Design mit CSS erstellt. Die HTML-Datei beschränkt sich auf den strukturierten Inhalt und die Navigation besteht aus einfachen Links die als unsortierte Liste zusammengefaßt werden. Die Datei bleibt kleiner als vergleichbare Tabellen-Layouts und mit einer ausgelagerten CSS-Datei für Design und Positionierung der Inhalte sind Standards für die gesamte Website möglich.
Die Zusammenfassung von Inhalt und Navigation ermöglicht sorgenfreie externe Deep-Links und eine optimale innere Verlinkung in der Website. Positiver Nebeneffekt: Das automatische Auslesen der Inhalte für den Content-Klau wird erschwert wenn Navigation, Werbung, Inhalt und anderen Elemente bunt gemischt auf einer Seite vereint sind. Das gilt allerdings auch für den Wechsel Ihres eigenen CMS: Achten Sie darauf, daß Sie Ihre Inhalte bei Bedarf aus dem CMS exportieren können.