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6 SEO-Regeln für AJAX
Ajax ("Asynchronous JavaScript And XML") macht die Seiten eines Webangebotes dynamischer. Der Lesefluß bzw. die Bearbeitung von Inhalten im WebBrowser wird nicht mehr vom Nachladen und Neuzeichnen der kompletten Seite unterbrochen, nur noch tatsächlich geänderte Inhalte werden nachgeladen und in der bestehenden Seite angezeigt.
Ein Teil der Anwendungs-Logik wandert vom Server zum Browser: Statt statische HTML-Seiten wird im Extremfall nur noch ein HTML-Gerüst geladen und von Javscript-Programmen immer wieder neu mit den Inhalten befüllt. Aus Sicht des Suchmaschinen-Crawlers gibt es hier nichts mehr zu sehen.
Ajax an sich ist nicht schlecht, man muß es nur richtig anwenden. 6 Regeln zur SEO-sicheren Anwendung von AJAX:
- Kein Javascript für die Navigation, verwenden Sie eine HTML-Verlinkung. Eigentlich ein alter Hut: Suchmaschinencrawler führen Javascript nicht aus. Wird die Navigation erst mit einem Javascript bei der Anzeige im Browser aufgebaut, wird Sie vom Crawler nicht erfaßt. Verweist ein HTML-Link auf sich selbst ("#") und der echte Link wird erst im Onclick-Ereignis gesetzt, ist der Link ebenfalls unsichtbar.
- Alle Inhalte müssen bereits in der HTML enthalten sein: Werden die Seiten erst durch ein Ajax-Script im Onload-Ereignis mit den Inhalten gefüllt, sieht der Crawler eine Seite ohne Inhalte. Der Crawler führt das Javascript nicht aus.
- Neuer Inhalt, Neue Seite: Wird in einem Artikel geblättert, könnten Sie die Folgeseiten mit Ajax nachladen und auf das Neuzeichnen der Seiten verzichten. Die nachgeladenen Inhalte werden dann jedoch nicht vom Crawler erfaßt. Zeigen Sie dem Crawler einen HTML-Link der zum gleichen Inhalt führt, im OnClick-Ereignis des HTML-Links kann dann per Ajax der Inhalt und ein neuer Link in die bereits angezeigte Seite nachgeladen werden.
- GET statt POST: Wenn Sie eine Seite mit Parametern ansteuern um den Seiten-Inhalt aus einer Datenbank zu wählen, übergeben Sie einen GET-Parameter. POST-Parameter sind für den Crawler unsichtbar, sparsam eingesetzte GET-Parameter in der URL werden vom Crawler indiziert. Die eigentlichen Ajax-Anfragen der Seite an den Server werden nicht indiziert, hier kann frei gewählt werden.
- Ein Inhalt = ein Parameter-Wert: Wenn Sie Inhaltsseiten mit GET-Parametern ansteuern, dann verwenden Sie immer nur einen eindeutigen Wert für einen bestimmten Inhalt. Ist ein Inhalt über mehrere Werte erreichbar, kann der Crawler doppelte Inhalte erkennen und die scheinbar doppelten Seiten abwerten.
- Lagern Sie die Javascript-Routinen in eigene Dateien aus. Wird das gesamte Javascript im Head der Seite plaziert, wird es bei jedem Seitenaufruf neu geladen, der Browser-Cache wird dabei schlechter genutzt und die größere Datenmenge sorgt für schlechtere Ladezeiten. Der Crawler lädt das (für ihn wertlose) Javascript im Head und bewertet die schlechtere Ladezeit. Ausgelagerte Javascripte werden vom Crawler normalerweise nicht geladen, ein Besucher muß ein ausgelagertes Javascript nur einmal vom Server laden
Viel Erfolg bei der Umsetzung!
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